Nick Perfect
Als Ben eines Tages von der Schule nach Hause zurückkehrt, wundert er sich nicht wenig, Nick vorzufinden, einen äußerlich wie charakterlich nahezu perfekt menschengleichen Roboter, den Bens Vater gemeinsam mit seinem Bruder entworfen hat und der
nun als Prototyp der neuen Technik in ihrem Familienleben getestet werden soll - in Nicks Programmierung ist Ben als sein Bruder gespeichert. Tatsächlich funktioniert die Täuschung erstaunlich gut, kein Schulfreund enttarnt Nick als Roboter, obwohl dieser natürlich in allen Fächern brilliert. Doch bald werden Ben und Nick von unheimlichen Gestalten verfolgt, die, wie sich herausstellt, Nick entführen wollen, ihn zunächst mit einem zerstörerischen Virus attackieren und später Bens ganze Familie in höchste Gefahr bringen. Doch längst ist nicht mehr klar, ob Nicks mögliche Zerstörung zum Schutz der Familie tatsächlich nur ein Verlust von Technik wäre, da der Roboter menschliche Eigenschaften zu adaptieren und Gefühle zu empfinden scheint und gerade Ben entschlossen ist, seinen Bruder wie einen leiblichen zu beschützen. - Das frech und amüsant geschriebene Kinderbuch weist neben der spannenden Handlung auch interessante, kindgerecht gestaltete ethische Fragen auf. Im Falle einer beinahe perfekten humanoiden Technik, wie viel Mensch steckt dann in einem derartigen Roboter? Ist diese Existenz ebenso zu verteidigen wie ein Menschenleben? Ben und Nicks Geschichte regt in jedem Fall zu Nachdenken an. Sehr zu empfehlen! (Übers.: Sabine Hübner)
Marlene Knörr
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Nick Perfect
Evan Kuhlmann
cbj (2012)
286 S. : Ill.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 11