Fili heißt beste Freundin
In Lilas Leben geht zur Zeit alles drunter und drüber. Urplötzlich hat ihr Vater, ein zerstreuter Professor, der sich nur für seine Tiere interessiert, beschlossen nach Berlin Kreuzberg zu ziehen. Über ihnen wohnt Philipp, den Lila gar nicht leiden
kann. Um in der neuen Klasse zu punkten, lästert sie gemeinsam mit Niki, die sie gerne als Freundin hätte, über den Jungen ab. Und Helene, ihre ABF, kündigt ihr die Freundschaft auf. Auch Lilas Vater macht Stress. Seit er verliebt ist, nervt er nur noch. Da beschließt das Mädchen abzuhauen. Obwohl das natürlich keine gute Idee ist, entwickelt sich daraus etwas Gutes. Niki nimmt sie mit zur "Gelben Villa", ein Treff, in dem super Kurse angeboten werden. Und auch das Verhältnis zu Philipp wandelt sich allmählich. Die Geschichte wird locker leicht erzählt, mit einigen Priesen Humor gewürzt. Zwischen die einzelnen Kapitel werden immer wieder Lilas Überlegungen stichwortartig zusammengestellt, auch grafisch durch einen grauen Hintergrund und andere Schriftgestaltung abgehoben. Da es aber keine Illustrationen gibt, ist dieser Band eher für geübte und konzentrierte Leserinnen geeignet.
Ursula Reich
rezensiert für den Borromäusverein.
Fili heißt beste Freundin
Antje Szillat
cbj (2015)
Lila Zeiten
201 S. : Ill.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10