Mein böses Herz

Sonntagmorgen. Die 16-jährige Doro findet ihren kleinen Bruder tot im Bett. Doro plagt sich mit Schuldgefühlen, da sie am Samstagabend auf ihn aufpassen musste. So sehr, dass sie in die Klinik muss, in psychotherapeutische Behandlung. Sie leidet Mein böses Herz unter Verfolgungswahn und Angstzuständen. Mit ihrer Mutter zieht sie um. Sie wollen ganz neu beginnen. Als Doro in der Nacht einen Jungen findet, der mehr tot als lebendig um Hilfe bittet, alarmiert sie die Polizei. Doch der Junge ist plötzlich nicht mehr da. Alle zweifeln an Doro. Doch Doro beginnt nach dem Jungen zu suchen. - Schuld zu sein am Tod des Bruders - der Autor nimmt eines der schlimmsten Szenarien, um das Böse auf einem silbernen Tablett zu servieren. Wie ein Mensch mit dieser Last ums Weiterleben ringt, das beschreibt Dorn sehr deutlich. Richtig Fahrt bekommt der Roman mit dem Krimi, den er geschickt darum herum spinnt. Insgesamt gibt es zwar einige konstruierte Ecken und Kanten, aber es ist ein durchaus empfehlenswerter, spannender Lesestoff.

Carmen Planas Balzer

Carmen Planas Balzer

rezensiert für den Borromäusverein.

Mein böses Herz

Mein böses Herz

Wulf Dorn
cbt (2012)

411 S. : Ill
fest geb.

MedienNr.: 571006
ISBN 978-3-570-16095-4
9783570160954
ca. 16,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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