Kein Zurück mehr
Jace' Vater, ein angesehener Richter, reagiert seine Aggressionen an Frau und Söhnen ab; sie fürchten regelmäßig um ihr Leben. Der ältere Bruder ist schon vor Jahren geflohen und hat Angst, vom Vater gefunden zu werden. Jetzt steht Jace, 16, vor
seiner Tür, vom Vater rausgeschmissen, weil er sich beim letzten Gewaltexzess gewehrt hat. Nun beginnt eine schwierige Zeit für die beiden, da sie sich der Vergangenheit stellen, sich von der Mutter distanzieren und ihr eigenes Beziehungsverhalten klären müssen. Wieder einmal warten sie vergeblich auf ihre Mutter und können endlich deren Verhalten ihrer eigenen Verantwortung übergeben, auch wenn dies der Abschied von der Illusion der Geborgenheit bedeutet. - Schonungslos schildert der Ich-Erzähler die Mechanismen der Gewalt, reflektiert seine eigene Beziehung und kommt zu dem Schluss, dass er eine zu große Gefahr für ein Mädchen ist. Als Leser/-in wird man gleichzeitig von der Brutalität abgestoßen und vom weiteren Verlauf gefesselt. Und die Autorin findet eine glaubwürdige Lösung, die eine Perspektive eröffnet, ohne billig zu sein. - Für belastbare und an Problemen interessierte Leser/-innen.
Astrid Frey
rezensiert für den Borromäusverein.
Kein Zurück mehr
Swati Avasthi
cbt (2012)
cbt ; 30785
317 S. : Ill.
kt.