Tanz in den Tag
Der erste Band einer Trilogie behandelt in den ersten beiden Abschnitten den Versuch von Hortense, als Designerin in New York Fuß zu fassen, und die komplizierte Beziehung der Schriftstellerin Joséphine. Der dritte, weitaus längste Teil gilt dem
Schicksal von Stella. Sie leidet mit ihrer Mutter, der Tochter eines Adeligen, unter der gewaltgeprägten Behandlung durch den Ehemann, der auch das Mädchen missbraucht. Stella kann nur heimlich den Vater ihres Sohnes treffen, denn sie fürchtet die Rache des sich als Gutmenschen gebenden Ray, der in seiner Heimatgemeinde nicht nur als Feuerwehrmann großes Ansehen genießt. Auf indirekte Weise kontrolliert er das Leben des Ortes, bis Stella seinen ehemaligen Freund näher kennenlernt und durch ihn Schutz für ihre schwer misshandelte Mutter findet. - Es ist von Autorin und Verlag geschickt gemacht, dass mit den ersten Teilen die Leserin Interesse am Schicksal der ersten Protagonisten bekommt. Außer einer Andeutung findet sie aber keine Verknüpfung zwischen den Personen und Schauplätzen. Kernthema der Stella-Episode ist die fortwirkende Gewalttätigkeit gegenüber Frauen durch ihre nächsten Angehörigen. - Für viele Büchereien geeignet, wenn man einkalkuliert, dass nur alle drei Bände zusammen die drei Lebensgeschichten erzählen. (Übers.: Nathalie Lemmens)
Pauline Lindner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Tanz in den Tag
Katherine Pancol
Carl's books (2016)
Muchachas ; 1
350 S.
kt.