Vatter baut ab
Der Autor erzählt von der Demenz-Erkrankung seines Vaters und dessen fortschreitendem Verfall. Er beschreibt seine Gefühle zwischen Erschöpfung, Hoffnungslosigkeit, Kampfeswillen und die Entschlossenheit, den Vater nie aufzugeben. Nach einem kurzen
Intermezzo im Altenheim holt er den Vater zu sich und kommt bei der täglichen Pflege und der ständig geforderten Wachsamkeit an seine Grenzen. - Der Bericht berührt den Leser. Die geschilderten Gefühle sind für jeden nachvollziehbar. Die Einblicke, die Eichmann in die Demenz gibt, verändern den Blick auf diese Krankheit. Rührend sind viele der geschilderten Momente, wie die Begegnung des Vaters mit seinem neuen Gefährten, einem Teddy-Bären. So schön die Vater-Sohn-Beziehung in diesem Buch auch ist, muss bedacht werden, dass viele Kinder aus beruflichen oder familiären Gründen ihren Eltern so ein Leben nicht ermöglichen können.
Nicole Schuster
rezensiert für den Borromäusverein.
Vatter baut ab
Bernd Eichmann
Gütersloher Verl.-Haus (2013)
189 S.
fest geb.