Ich werde immer da sein, wo du auch bist
Ingrid, Caitlins beste Freundin, hat Selbstmord begangen. Sie war depressiv, ohne dass ihre Umwelt davon wusste. Im Verlauf eines Jahres lernt Caitlin, mit diesem Verlust zu leben. Sie findet Ingrids Tagebuch, und lernt völlig unbekannte Seiten der
Vertrauten kennen; ihre Eltern bieten ihr einen Stapel Holz an, um etwas zu gestalten; sie überwindet ihre Abneigung gegen das Fotografieren, was ihre gemeinsame Leidenschaft war; die neue Mitschülerin wird zur Freundin und sie verliebt sich in Taylor, der ihre Liebe erwidert. Caitlin erlebt Wut, Trauer, Enttäuschung, Schuld. Aber am Ende kann sie sich verabschieden und geht als Erwachsene in die Zukunft. - Das ist das äußerst gelungene Debüt einer jungen amerikanischen Autorin, in dem vielschichtig, anrührend und schonungslos die Geschichte eines Mädchens erzählt wird, das den Selbstmord der Freundin verarbeiten und sich neu (er)finden muss. Souverän hantiert die Autorin mit verschiedenen Handlungs-, Gefühls- und Reflexionsebenen und -orten. In allen Höhen und Tiefen des Trauerjahres bietet die Hauptfigur glaubwürdige Gefühle und Verhaltensweisen. Das Ende ist in sich stimmig: hoffnungsfroh ohne billiges Happyend. - Ein außergewöhnliches Buch zu einem schwierigen Thema. Bereits in kleinen Büchereien empfohlen. (Übers.: Nina Schindler)
Astrid Frey
rezensiert für den Borromäusverein.
Ich werde immer da sein, wo du auch bist
Nina LaCour
Fischer-Taschenbuch-Verl. (2011)
Fischer-Schatzinsel
318 S. : Ill.
fest geb.