Lyneham
Der 12-jährige Henry besteigt zusammen mit seinem Vater und seinen Geschwistern eines der ersten Raumschiffe, die in die neue Welt Perm aufbrechen, weil die Erde unbewohnbar geworden ist. Seine Mutter Mildred bleibt zurück, sie muss als führende
Wissenschaftlerin noch mehr Zeit für die Forschung aufwenden und wird die anderen später in einem schnelleren Raumschiff überholen. Zusammen mit anderen Wissenschaftlern wird sie als Erste in Perm eintreffen, um die Umgebung für die Menschen vorzubereiten. Als Henry und der Rest der Familie viele Jahre später ankommen, finden sie ein Leben in Biomen vor, wie sie es von der Erde kennen. Der Terraforming-Prozess ist noch nicht abgeschlossen und die Atmosphäre ist für Menschen nicht giftig. Mildred ist nirgends zu finden. Was ist mit ihr passiert? Und was hat Noah vor, der Leiter des Unternehmens? – Das Buch bietet ein sehr spannendes Setting, die Unbewohnbarkeit der Erde und die Notwendigkeit der Reise zu einem neuen Planeten werden eindrucksvoll dargestellt. Die Flora und Fauna von Perm sind mit all ihren Besonderheiten faszinierend und ihre zunehmende Erforschung bleibt dauerhaft spannend. Die Figuren passen super zueinander und die getrennten Erzählungen aus der Sichtweise von Henry und Mildred ergeben insgesamt ein rundes Bild. Die Geschichte lebt durchgehend von vielen spannenden Entwicklungen nur das Ende ist dann etwas unklar.
Julian Schirm
rezensiert für den Borromäusverein.
Lyneham
Nils Westerboer
Klett-Cotta (2025)
495 Seiten : Karten
kt.