Felix oder zehn Dinge, die ich an dir liebe
Felix Parland, ein junger Architekt, sucht verzweifelt seine verschwundene Traumfrau, die er durch einen großen Fehler verloren hat. Nun will er sie über seinen Architekturblog wiederfinden, in dem er ehrlich und schonungslos erzählt, wie es zu
seinem Fehler kommen konnte. Vielleicht liest SIE ja den Blog und verzeiht ihm. Felix erzählt also von seinem bisher glücklichen Leben: Er liebt seine Arbeit in einem Architekturbüro, hat die Chance, befördert zu werden, und in einem Club trifft er eines Abends seine Traumfrau. Doch ehe er sie näher kennenlernen kann, bricht er zusammen. Sein Körper scheint mit schweren allergischen Schocks auf hochemotionale Situationen zu reagieren. Felix, der Ärzte hasst, lehnt alle Tests ab und versucht es mit Eigentherapie: mit Anti-Allergie-Tropfen und dem Entschluss, sich jeden Tag etwas unglücklich zu machen - um ein Gegengewicht zu seinen Glücksgefühlen zu haben. Die kratzbürstige und sehr unkonventionelle Ruby, Bauherrin bei seinem aktuellen Bauprojekt, ist als Nervensäge sehr geeignet, ihn zu ärgern - doch seine Suche nach dem Glück nimmt eine überraschende Wende. - Ein wunderbar unterhaltsamer und witziger Roman um einen jungen Mann, der um sein Glück kämpft, aber fast zu spät erkennt, dass er es vor der Nase hat. Gerne empfohlen!
Gudrun Eckl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Felix oder zehn Dinge, die ich an dir liebe
Hannah Simon
Frankfurter Verl.-Anst. (2015)
318 S.
fest geb.