Wir, die Überlebenden
Ah Hock, ein Angehöriger der unteren Schichten in einem malaysischen Fischerdorf, erzählt einer Journalistin seine Lebensgeschichte. Es ist die Geschichte eines Mannes, der sich aus einfachsten Verhältnissen hocharbeiten möchte und der von Reichtum
und Sicherheit träumt. Dabei kommt ihm ein Wanderarbeiter aus Bangladesh in die Quere, den er kurzerhand ermordet und deswegen für einige Jahre ins Gefängnis wandert. - Tash Aw beschreibt am Beispiel seines Protagonisten eindrucksvoll und mit viel erzählerischem Geschick, in welchen prekären Verhältnissen die Unterprivilegierten in den Gesellschaften Südostasiens leben. Es ist ein Leben bar jeder Hoffnung auf Besserung, in der sich nur der durchsetzen kann, der rücksichtslos genug ist. Ein fesselnder Roman, den man, einmal angefangen, bis zur letzten Seite kaum aus der Hand legen möchte.
Günter Bielemeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Wir, die Überlebenden
Tash Aw ; aus dem Englischen von Pociao und [einem weiteren]
Luchterhand (2022)
413 Seiten
fest geb.