Ti amo sagt man nicht
Eigentlich hat Jule genug Probleme. Ihr Vater hat die Familie vor zwei Jahren urplötzlich verlassen, ihre Mutter ist seitdem angeschlagen, ihr bester Freund Niklas entschwand gen London und jetzt steht auch noch ein italienischer Schüleraustausch
an. Marco entpuppt sich als ein umwerfend gut aussehender und wirklich netter 16-Jähriger, der zudem noch Jules Hobby, dem Fußball, frönt. Eigentlich perfekte Voraussetzungen, um sich zu verlieben, was Jule auch prompt tut, aber leider finden auch andere Mitschülerinnen Marco sehr anziehend. Dann wird es richtig kompliziert, denn Jules Vater taucht wieder auf. Und Jule weiß plötzlich nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. - So muss ein Jugendbuch für verregnete Sonntage oder lange Nachmittage am Strand sein: lesen, abtauchen und sich wohlfühlen! Eva Lukas versteht es vortrefflich, uns Jules Sicht der Turbulenzen in ihrem Leben nahezubringen. Sie lässt sie schreibend Revue passieren und da gibt es einiges zu berichten. - Warmherzig und einfühlsam kommt dieser herzerfrischende Jugendroman über die allererste große Liebe daher, den sich kein Bestand entgehen lassen sollte.
Beate Mainka
rezensiert für den Borromäusverein.
Ti amo sagt man nicht
Eva Lukas
Coppenrath (2012)
279 S.
fest geb.