Halva, meine Süße
Im Jahr 2002 ist die 8-jährige Halva mit ihren Eltern und ihrem Bruder aus dem Iran geflohen, wo ihrem Vater der Tod drohte. Zehn Jahre später ist die Familie in Deutschland heimisch geworden und Halva lernt auf einer Party Kai kennen. Sie verlieben
sich ineinander und alles scheint gut, bis ihre Familie plötzlich alles daran setzt, ihre Beziehung zu beenden und jeden weiteren Kontakt zu verhindern. Halva und Kai treffen sich weiter heimlich. Dann erfährt Halva, dass sie für das Gelingen ihrer Flucht aus dem Iran dem Sohn des Fluchthelfers als Ehefrau versprochen wurde. Dieser fordert sein Recht nun ein. Halva muss erleben, dass ihre Familie sich enorm stark den Traditionen und Ehrbegriffen der alten Heimat verpflichtet fühlt und bei ihrem Kampf für ihre und Kais Liebe feststellen, dass auch für sie die Verpflichtung gegenüber der Familie stärker wiegt als gedacht. - Neben der romantischen Liebesgeschichte schildert der Roman eindringlich die Diskrepanzen zwischen den iranischen Wurzeln und dem aktuellen Leben von Halvas Familie und damit der Schwierigkeit, in einer gänzlich anderen Kultur zu leben. - Lesenswert und Leserinnen ab 14 sehr empfohlen! Das Buch besticht außerdem durch eine sehr schöne Umschlaggestaltung.
Cornelia Klöter
rezensiert für den Borromäusverein.
Halva, meine Süße
Ellen Alpsten
Coppenrath (2012)
364 S.
fest geb.