Schattenmädchen
Dieses erste Jugendbuch der Autorin ähnelt im Setting ihren Bücher für Erwachsene: geschichtlicher Hintergrund um eine Protagonistin in gehobenen Kreisen mit strenger Etikette, die den Wunsch nach einem anderen Leben hegt. So auch die 16-jährige
Maya, die reich und wohlbehütet am Ende des 19.Jahrhunderts im jetzigen Sri Lanka auf einer Teeplantage aufwächst. Schwärmerische Jungmädchenträume, jenseits einer vorgeplanten Heirat mit einem Teezüchter, umtreiben Maya. Doch Eltern und Großmutter haben ihre Zukunft fest verplant, bis Maya auf ein dunkles Familiengeheimnis stößt, welches alle Pläne zunichte macht. Denn Maya ist nicht die Tochter ihrer Eltern, sondern ein uneheliches Kind ihrer Tante, das in der großen Familie aufgezogen wurde, um einen gesellschaftlichen Skandal zu vermeiden. Doch zum Ende hin öffnen sich für das junge Mädchen durch ihre leibliche Mutter neue Welten in London und auch ihre Liebe erhält eine Chance. - Unterhaltsam, streckenweise spannend für geschichtlich interessierte Mädchen gerne empfohlen - nicht nur für Teetrinkerinnen.
Karin Steinfeld-Bartelt
rezensiert für den Borromäusverein.
Schattenmädchen
Laila el Omari
Coppenrath (2014)
315 S.
fest geb.