Green Witch
An ihrem 12. Geburtstag soll Lizzy einer Hexe übergeben werden, bei der sie ihr spezielles Handwerk erlernen soll. Bei der Hexenkonferenz kommt es zu Differenzen, wer das sein soll: ihre Tante, die Kräuterhexe, oder die Meerhexe Ava. Es wird zugunsten
der Tante entschieden und Lizzy darf sogar ihre beste Freundin, eine begeisterte Pflanzenkundige, mit dorthin nehmen. Plötzlich ist die Tante verschwunden; Lizzy und ihre Freunde vermuten einen böswilligen Zauber, den sie - obwohl blutige Anfänger - bekämpfen wollen. Das gelingt im letzten Moment. Das Lehrproblem wird dahingehend gelöst, dass die Freundin eine Ausbildung zur Kräuterhexe erhält und Lizzy eine bei der Meerhexe. - Lässt man die magischen Erzählelemente weg, handelt es sich um eine Geschichte, wie ein junger Mensch seine Berufung, den seinen Fähigkeiten entsprechenden Beruf findet. Dass zwar Familientradition eine Rolle spielen kann, aber dabei letztlich nicht ausschlaggebend ist. In die lebhafte Erzählung mit ihren spannenden Momenten verpackt, dürfte das Thema auch Leserinnen ansprechen, die altersgemäß noch nicht an eine konkrete Berufswahl denken (müssen).
Pauline Lindner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Green Witch
Andrea Russo
Coppenrath (2019)
270 Seiten
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10