Zerbrichmeinnicht

Sofia, Ende der 70er Jahre: Sibylle wird als uneheliches Kind einer Bulgarin und eines Ostdeutschen geboren. Ihren Vater sieht sie nur zweimal in ihrem Leben. Sibylles Mutter möchte für ihre Tochter eine bessere Zukunft und schickt sie schließlich Zerbrichmeinnicht nach Österreich zu Verwandten. Doch die verzweifelte Suche nach ihrer Identität und einer richtigen Heimat und der Wunsch der Mutter, Sybilles Leben in bessere Bahnen zu lenken, den sie als unsäglichen Druck empfindet, machen dem Mädchen zu schaffen, selbst als sie schon zur jungen Frau geworden ist. Nur zögerlich schafft sie es, sich aus der mentalen Umklammerung ihrer Mutter zu lösen, um endlich ein selbstbestimmtes Leben zu führen. – Der autobiografische Roman zeigt eindrucksvoll den schweren und leidvollen, aber letztlich auch befreienden Weg einer jungen Frau in ein selbstbestimmtes Leben, in dem sie selbst ihre Zugehörigkeit und ihre eigene, von ihr selbst definierte Heimat findet. Sehr lesenswert!

Günter Bielemeier

Günter Bielemeier

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Zerbrichmeinnicht

Zerbrichmeinnicht

Sibylle Reuter
Leykam Verlag (2025)

231 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 755285
ISBN 978-3-7011-8373-9
9783701183739
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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