"Meine liebe Li!"

Der Briefwechsel von Elisabeth und Werner Heisenberg aus den Jahren 1937 bis 1946, herausgegeben von der ältesten Tochter, gewährt neben Zeugnissen ganz persönlicher Erfahrungen authentische Einblicke in die Auswirkungen nationalsozialistischer "Meine liebe Li!" Politik vor und während des Zweiten Weltkrieges. Die Briefe, nach einzelnen Jahren geordnet, spiegeln in verschiedenen Bereichen die Wirklichkeit im Leben des berühmten Physikers und seiner Familie wider. So schildern sie das immer schwieriger werdende Alltagsleben, das durch die berufliche Verpflichtung Werners von Elisabeth fast allein gemeistert werden musste, geben Auskunft über die Rolle Heisenbergs im NS-Staat (Leiter des Uranprojekts), die er wegen der Atomforschung als sehr belastend ansah und der er sich aus Verantwortung für seine Mitarbeiter und den Wissenschaftsstandort Deutschland nicht entzog. Neben aufschlussreichen Informationen über die berufliche und familiäre Situation unter sich stets verschlechternden Bedingungen zeigen die Briefe das tiefe Einverständnis, den gegenseitigen Respekt, das feste Vertrauen, die tiefe Verbundenheit und Liebe zwischen den Eheleuten. - Eine ehrliche, bereichernde Lektüre, die sehr zu empfehlen ist.

Inge Hagen

Inge Hagen

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

"Meine liebe Li!"

"Meine liebe Li!"

Werner Heisenberg ; Elisabeth Heisenberg
Residenz-Verl. (2011)

349 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 356095
ISBN 978-3-7017-3247-0
9783701732470
ca. 26,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Na, Bi
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