Theo, Tim, Kurkuma und ich
Die 15-jährige Amelie durchlebt einen Trauerprozess mit vielen Aufs und Abs nach dem plötzlichen Tod ihres geliebten Stiefvaters. Nach dem Unfalltod des Lebenspartners von Amelies Mutter fallen beide in ein tiefes Loch. Amelie versucht, weiter zu
funktionieren in Schule und Haushalt, da ihre Mutter wie gelähmt ist. Viele Tränen kann sie nicht weinen und leidet still ihren „Verlustkummer“. Ihre Freundin Selina steht ihr bei, so gut sie kann. Doch Selina ist das erste Mal so richtig verliebt. So versucht Amelie, mit ihrem neuen Hobby, der Fotografie, wieder Boden unter ihre Füße zu bekommen. Sie streift allein umher zu verlassenen Orten. Dabei begegnet sie durch Zufall dem Maler Theo, der sehr zurückgezogen lebt. In seinem alten Haus muss sie nicht funktionieren und tapfer sein. Hier kann sie weinen, ohne redend zu erklären. Und dort lernt sie auch Tim kennen, den Neffen des Malers. Nach und nach kann Amelie wieder Lebensmut fassen, indem sie sich Tim, Selina und endlich auch ihrer Mutter anvertraut. – Ein Buch, welches einfühlsam den Kummer und die Nöte einer Jugendlichen nach dem Tod eines geliebten Menschen thematisiert. Für jede Bücherei sehr empfehlenswert.
Karin Steinfeld-Bartelt
rezensiert für den Borromäusverein.
Theo, Tim, Kurkuma und ich
Margarita Kinster ; mit Bildern von Michaela Weiss
Tyrolia-Verlag (2025)
235 Seiten : Illustrationen (farbig)
fest geb.