Das Buch der Anfänge
Ein König ging verloren; ein Bleistift fing an zu erzählen; ein roter Umhang verwandelte seine Trägerin – solcherart können Anfänge von Geschichten sein, die sich traumwandlerisch weiterspinnen lassen. Da braucht es nur einen Impuls, der auf
ein surreales Bild setzt und schon wird der Erfindungsgeist angeregt! Solcherart ist das Konzept des hier vorliegenden Buchs. Schon das handliche Format wird Kinder gern dazu greifen lassen. 33 Anfänge werden vorgegeben: entweder als geschriebener Satz oder aber als seitenübergreifendes Bild. Die farbigen handschriftlichen Texte suggerieren Spontanität und Unmittelbarkeit. Die detailreichen Bilder dagegen schlagen zauberhafte Töne an. In ihnen purzeln Buchstaben aus Bibliotheksbänden, man begegnet Riesenschildkröten oder Bären im Fußballdress. All diese Initiale können der Beginn einer witzigen Episode oder einer großartigen Geschichte sein. Sie können sich im Gespräch zwischen Vorleser:innen und Betrachter:innen entwickeln oder Anlass zu intimer Tagträumerei geben. Wer weiß, was alles in diesem reichen "Buch der Anfänge" steckt? Die Fantasie ist eine wirkmächtige Kraft, die sich hier zu den schönsten Blüten entfalten darf!
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Buch der Anfänge
Heinz Janisch ; Michael Roher
Tyrolia-Verlag (2025)
[unpaginiert] : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5