Noa im Nachtgebirge

Noa möchte gerne dazugehören und so sein wie die Mädchen in ihrer Schule. Leider geht ihr Versuch, sich die Haare mit dem Bügeleisen zu glätten, schief und nun hat sie eine verstrubbelte Kurzhaarfrisur. Ihre Eltern schicke sie in den Sommerferien Noa im Nachtgebirge zu ihrer Tante, die als Sennerin in den Alpen wohnt. Im Zug lernt sie Sepp kennen, den Sohn des Müllers. Die ersten Tage auf der Alm sind für Noa voller neuer Eindrücke. Manchmal hat sie das Gefühl, Stimmen zu hören, oder sie meint, Gestalten zu sehen. Noa ist sicher, auf der Alm spukt es, doch die Tante hat immer eine mehr oder weniger einleuchtende Erklärung dafür. Nach einem Gewitter sind die Ziegen der Tante verschwunden. Vor einer verlassenen Hütte findet Noa die Ziegen und trifft auf Anton, einen seltsamen Jungen. Er hilft ihr. Am nächsten Tag besucht sie Anton und er erzählt ihr, wie er und seine Schwester Resi auf den Berg gekommen ist. Die Geschichte geht weit in die Vergangenheit zurück, als die Dorfbewohner:innen die beiden ungerecht behandelt hatten. Jetzt will Resi sich an den Dorfbewohner:innen rächen. – Die Sage um die Wintersenner (so etwas wie Almgeister) bilden die Grundlage für diese Geschichte. Noa begegnet in Anton und seiner Schwester solchen. Dank ihrer offenen Art und durch ihre eigenen Erfahrungen mit den Mädchen in der Schule, rührt sie das Schicksal der Kinder. Sehr empathisch versucht sie zu helfen. Als sie selbst nicht weiterkommt, wendet sie sich an die Erwachsenen. Sie schafft es, einen Kompromiss zu finden, der für alle vertretbar ist und bei dem die Geschwister respektiert werden. – Sehr zu empfehlen.

Angela Hagen

Angela Hagen

rezensiert für den Borromäusverein.

Noa im Nachtgebirge

Noa im Nachtgebirge

Sophie Hardach
Jungbrunnen (2026)

200 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 624527
ISBN 978-3-7026-6030-7
9783702660307
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 10
Systematik: K
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