Tagebuch einer Wasserleiche aus dem Canale Grande
Als Astrid Vollrath ihren Partner in flagranti mit der Nachbarin ertappt, steigt sie spontan in den nächsten Zug, um Abstand zu gewinnen. Sie landet im hochsommerlichen Venedig und findet eine Unterkunft bei Familie Foscarelli, die offiziell mit Gipsköpfen
von Dogen handelt und ein großes Aquarium voller Piranhas besitzt. Als die erste Leiche zu beklagen ist, steckt die bodenständige Steuerberaterin schon mitten in einer blutigen Auseinandersetzung zwischen verfeindeten Mafiafamilien und korrupten Polizeibeamten. – Die Autorin, die schon zahlreiche Krimis veröffentlicht hat, hat ein Faible für schräge Charaktere und schwarzhumorige Szenerien. Wer dieses Genre mag, wird an dieser venezianische "Krimödie" trotz der in Teilen etwas bemüht wirkenden Gags seinen Spaß haben.
Angelika Rockenbach
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Tagebuch einer Wasserleiche aus dem Canale Grande
Tatjana Kruse
Haymonkrimi (2024)
203 Seiten
kt.