Meine wilden Kinder
Die Autorin berichtet von ihrem eigenen Werdegang und ihrer Faszination für die Verhaltensforschung. Sie erklärt, warum junge Orang-Utans alleine nicht überlebensfähig sind, was sie alles - normalerweise von der Mutter - für ein eigenständiges
Leben lernen, und welche Aufgaben die Betreuer in ihrer Waldschule wahrnehmen. Die Auswilderung der lieb gewonnenen Tiere ist eine Herausforderung. Preuschoft schreibt lebendig und voller Begeisterung für das, was sie tut. Der Leser spürt ihre Liebe und Leidenschaft. Wunderschön ist das Titelbild, das die charismatische Forscherin mit einem Orang-Utan zeigt. Auch im Innenteil ist das Buch mit eindrucksvollen, ganzseitigen Farbaufnahmen von Orang-Utans bebildert, die durch informative, orange unterlegte Texte ergänzt sind. Ein sehr lehrreiches Buch einer beeindruckenden Tierliebhaberin, das zum Nachdenken anregt. Ab mittleren Beständen.
Nicole Schuster
rezensiert für den Borromäusverein.
Meine wilden Kinder
Signe Preuschoft
Brandstätter (2017)
223 S. : Ill. (farb.)
fest geb.