Der Erfindergeist der Tiere

Anhand des erforschten Verhaltensrepertoires spezifisch geeigneter, tierischer Modellspezies, z.B. Kakadu-Arten, Keas und Menschenaffen, soll in diesen spannend erzählten, empirischen Studien der Nachweis erbracht werden, wie unterschiedliche Tierarten Der Erfindergeist der Tiere mit welchen Hilfsmitteln (Stichwort: Werkzeuggebrauch) neue Strategien erfinden. Der Verlauf kontrolliert durchgeführter Experimente führte dabei immer wieder zu überraschenden Erkenntnissen und folgerichtig zur Anerkennung vermuteter Befähigungen der erforschten Tiergruppen. Die Autorin ist Kognitionsbiologin an der Veterinärmedizinischen Universität Wien und es gelingt ihr, den Leser (auch in wissenschaftlichem Kontext und mit wohldosiert verwendetem Fachvokabular) an ihrer Forschungsarbeit, ihrer besonderen Herangehensweise und möglichen Anwendungsgebieten mit großem Wissensgewinn unmittelbar teilhaben zu lassen. Die Aufbereitung der Lektüre, in 9 Kapiteln gut strukturiert, von aussagekräftiger Bilddokumentation begleitet und in ansprechendem Layout gestaltet, tut ein Übriges. Nicht zuletzt auch durch den von ihr für die vergleichende Kognitionsforschung formulierten Anspruch, einen "anerzogenen Anthropozentrismus zu relativieren, … zu einer Verbesserung der Mensch-Tier-Beziehung", ist diese naturkundliche Neuerscheinung für jede Bücherei eine großartige Bereicherung.

Elisabeth Burgis

Elisabeth Burgis

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Der Erfindergeist der Tiere

Der Erfindergeist der Tiere

Alice Auersperg ; in Zusammenarbeit mit Patricia McAllister-Käfer
Brandstätter (2025)

197 Seiten : zahlreiche Illustrationen (farbig)
fest geb.

MedienNr.: 754842
ISBN 978-3-7106-0858-2
9783710608582
ca. 25,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Na
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