Haus Waldesruh
Vier ehemalige Schulfreunde treffen nach 15 Jahren erstmals wieder zusammen. Initiiert hat das Wochenende Marco und als Treffpunkt ein einsam gelegenes Jagdhaus organisiert, das angeblich seinem Onkel gehört. Doch bereits kurz nach dem Eintreffen
der anderen, Anna, Lea und Ferdi, werden die ersten Zweifel wach, ob in diesem Haus wirklich alles so ist, wie es zunächst scheint. Verschlossene Türen und merkwürdige Regeln, die für das Wochenende gelten sollen, lassen eine subtile Spannung entstehen. Es scheint, als sollte es darum gehen, den Suizid von Max, dem fünften der Freundesgruppe, zu verarbeiten. Doch zunehmend verschiebt sich der Schwerpunkt, alte Konflikte und Ressentiments brechen auf. Angefeuert werden diese noch von Frank, der sich scheinbar selbst zu diesem Wochenende eingeladen hat. Als dann plötzlich der wahre Besitzer des Jagdhauses in der Tür steht, gerät die Situation außer Kontrolle. – David Krems erzählt dieses Kammerspiel mit viel Tempo auf 230 Seiten. Dadurch sind vielleicht nicht alle Handlungsstränge auserzählt. Lesende, die spannende, kurze Romane lieben, werden aber sicher auf ihre Kosten kommen.
Kirstin Kreis
rezensiert für den Borromäusverein.
Haus Waldesruh
David Krems
Picus Verlag (2025)
230 Seiten
fest geb.