Der Rauhe Berg
Was ist es denn nun: ein schwer zu vermittelndes Bilderbuch, ein Kinderbuch mit künstlerischem Anspruch, ein Kunstbuch und Märchen für Erwachsene? Es ist alles und nichts davon so richtig, sondern eines dieser wunderschönen, in Wort und Grafik
berührenden Bücher, die vom Betrachter vor allem eines fordern, nämlich Zeit, sich mit ihm auseinanderzusetzen. Und die Mühe lohnt sich, denn erst bei genauerer Betrachtung und mehrmaligem Lesen des Textes erschließt sich dessen ganze Schönheit und Tiefe. Die Geschichte wird jeder anders lesen, Grundthema ist die Reise eines Mannes auf den Rauhen Berg, der als verrufen und verwunschen gilt. Doch der Mann wagt den Aufstieg, lässt sich durch nichts beirren und gelangt schließlich unversehrt und allen Unkenrufen zum Trotz auf den Gipfel. Ob er dort findet, was er gesucht hat? - Einar Turkowski hat seine poetische Geschichte einer wagemutigen Reise in Bleistiftgrafik fantasievoll und immer wieder perspektivisch überraschend in Szene gesetzt. Für größere Büchereien mit an Außergewöhnlichem interessierten Lesern eine lohnende Anschaffung!
Beate Mainka
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Rauhe Berg
Einar Turkowski
Atlantis (2012)
[14] Bl. : überw. Ill.
fest geb.