Ein Weiser, ein Kaiser und viel Reis

Ein Dorfältester im fernen Asien bittet den Kaiser, von dem Anteil an Reis, den er und seine Mitbürger dem Herrscher abgeben müssen, mehr einbehalten zu dürfen, um nicht zu hungern. Der Kaiser ist außer sich wegen des impertinenten Anliegens. Ein Weiser, ein Kaiser und viel Reis In ihrer Not befragen die Untertanen einen weisen Mann. Er und seine Nichte schnitzen ein spannendes Brettspiel, wohlwissend, dass der Kaiser diese Art des Zeitvertreibs liebt. Zum Dank darf sich der Erfinder, so der Herrscher, etwas wünschen. Der möchte ein Reiskorn für das erste Feld auf dem Spielfeld, zwei Reiskörner für das zweite, vier für das dritte und so weiter, immer das Doppelte. Der Kaiser ist anfangs verblüfft. Erst sein Hofmathematiker findet heraus, dass der Weise sich eine unfassbare Menge an Reis gewünscht hat. Da erkennt der Herrscher seine Ungerechtigkeit und lenkt ein. - Die beeindruckende Legende von der Erfindung des Schachspiels ist nicht nur märchenhaft-schön erzählt, sie spiegelt sich auch in den traumhaften Illustrationen von Paolo Friz wieder. Vor einer asiatischen Kulisse lässt er Figuren auftreten, welche in ihrer Kleidung, ihrem Minenspiel und ihrer Gestik faszinieren. Der Leser lernt viel, u.a. dass Gier selten glücklich macht und dass es unvorstellbare große Zahlen gibt. Jeder Bücherei sehr empfohlen.

Martina Mattes

Martina Mattes

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Ein Weiser, ein Kaiser und viel Reis

Ein Weiser, ein Kaiser und viel Reis

Paolo Friz
Atlantis (2017)

[12] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.

MedienNr.: 588888
ISBN 978-3-7152-0724-7
9783715207247
ca. 14,95 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 5
Systematik: KK
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