Empty Mile
Nach acht Jahren in London kehrt Johnny nach Oakridge in Kalifornien zurück. Hier leben sein Bruder Stan, der nach einem Unfall, an dem sich Johnny die Schuld gibt, geistig behindert ist, und sein Vater Ray. Vor allem aber nimmt Johnny wieder Kontakt
zu seiner früheren Freundin Marla auf. Bald nach Johnnys Rückkehr verschwindet Ray, nicht ohne seinem Sohn vorher ein Stück Land ganz in der Nähe zu überschreiben: Empty Mile. Dieses Stück Land ist, wie sich bald herausstellt, eine wahre Goldgrube und hat nun, mehr als hundertfünfzig Jahre nach dem Goldrausch, Intrigen zur Folge, die Johnnys Familie zerstören und ihn selbst zum Mörder machen, wenn er auch ungeschoren davon kommt. Am Ende begeht Stan mit seiner Freundin Rosie Selbstmord, und Marla gesteht eine Mitschuld an Rays Tod. - Die dunklen Begierden der Figuren durchziehen Oakridge wie ein unsichtbares Spinnennetz. Dass der Plot an der einen oder anderen Stelle etwas konstruiert wirkt, macht Stokoe mit einer farbigen Zeichnung der Charaktere wieder wett. Ein außergewöhnlich spannender Thriller. (Übers.: Joachim Körber)
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Empty Mile
Matthew Stokoe
Arche (2013)
399 S.
fest geb.