Wolli liebt seine Wolle
Das Scheren der Wolle gefällt dem Schaf Wolli gar nicht. Es verlässt deshalb seine Herde, bevor der Scherer kommt, und zieht in die Berge. Es wird zunehmend geschickter in der ungewohnten Umgebung und trickst zuletzt sogar die Wölfe aus. Sein Fell
wächst und wächst, so dass sich sogar andere Tiere einnisten. Doch dann bekommt Wolli Sehnsucht nach seiner Herde und kehrt zurück. Dort gerät er sofort an den Hirten, der ihm den Wollberg vom Rücken schert. Wolli ist gar nicht glücklich darüber, doch ein kleines Lamm tröstet ihn. - Angeblich sind Schafe froh, wenn sie im Frühjahr geschoren werden. Insoweit ist der Anfang der Geschichte etwas wacklig; nicht aber der darin versteckte Gedanke, auch als Kind, als Mensch nicht immer mit der (sprichwörtlichen) Herde laufen zu müssen. Es ist eine wichtige Erfahrung für jeden, wie seine Kräfte und Fähigkeiten wachsen, wenn er sich auf sich selbst verlassen muss. - Das Buch ist der Kategorie Mutmach-Bücher zuzuordnen.
Pauline Lindner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Wolli liebt seine Wolle
Adèle Tariel ; Illustration: Oksana Bula ; aus dem Französischen von Anna Taube
magellan (2022)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3