Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte
In einem alten Schloss lebt das kleine Gespenst meist allein. Anstatt andere zu erschrecken, wie es ein ordentliches Gespenst tun sollte, gruselt es sich meistens selbst, wenn es abends einsam in seinem Bett liegt. Um das zu ändern, hat das Gespenst
eine wunderbare Idee: es möchte eine Übernachtungsparty mit vielen Gästen veranstalten. Also macht es sich auf, Freunde und Bekannte dazu einzuladen. Aber die Maus ist nicht auffindbar, die Schnecke braucht in ihrer Langsamkeit fast eine Woche, bis sie im Schloss ankommt, und das Eichhörnchen muss erst alle Nüsse fressen, die es vor dem Winter versteckt hat. Trotz der ständigen Absagen fragt das Gespenst mutig und unbeirrt weiter, ob jemand bei ihm übernachten will, damit er nicht so allein ist. Aber auch die Henne, die auf ihre Eier aufpassen muss und der Frosch, der nicht so lange aus dem Wasser sein darf, lehnen die Einladung ab. Etwas enttäuscht setzt sich das Gespenst ins Mondlicht und wird vom Mond ermutigt, nicht aufzugeben. Plötzlich sieht es sein Gespensterspiegelbild im Teichwasser, doch nein – es ist ein anderes Gespenst, das in die Burg eingezogen ist. Sie freunden sich schnell an und nehmen den Frosch in einem Eimer Teichwasser mit ins Schloss. – Eine berührende Geschichte, die schon den Kleinsten zeigt, dass es wichtig ist, nicht aufzugeben. Mit diesen schönen Illustrationen und warmherzigen Texten schlafen sicher viele Kinder gerne ein. Klare Empfehlung!
Sonja Gast
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte
Gareth Ryans
magellan (2026)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3