Birk
Birk gehört nicht unbedingt zu den angesagtesten Schülern, aber er hat gute Freunde, und sein Leben verläuft eigentlich ganz gut. Doch dann wacht er eines morgens in einem nassen Bett auf. Sein Problem aus früher Kindheit, nächtliches Einnässen,
enuresis noctis, ist zurück. Das schreibt sich Birk in seinem Blog von der Seele. Anders als bei seiner Familie und vor allem seinen Mitschülern erhält er von den Lesern dieses Blogs empathische und ermutigende Kommentare. Um das Einnässen zu überwinden, war er als Kind in einer Therapie, wo er Carl traf, sich mit ihm anfreundete – und dann den Kontakt abbrach, bis er selbst wieder betroffen ist. Doch Carl ist tot, Suizid. In seiner Verzweiflung tritt Birk die Flucht nach vorne an und macht sein Problem öffentlich – mit fatalen Folgen. Er muss sogar die Schule wechseln und sich langsam ins normale Leben zurückkämpfen. Mit größter Überwindung und heimlich eingepackten Windeln fährt er mit bei der Studienfahrt. Doch da taucht seine frühere, verhängnisvolle Veröffentlichung wieder auf. Nur durch bedingungslose Empathie kommt die Geschichte zu einem glücklichen Ende. – Ein wichtiger Beitrag zum Thema Mobbing, Suizid und vor allem zur Bedeutung von Achtsamkeit gegen sich selbst und seine Mitmenschen.
Lotte Schüler
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Birk
Liv K. Schlett
magellan (2025)
300 Seiten
kt.