Das Wunder eines Schmetterlings
Bei den Schmetterlingen unterscheidet man zwischen Tag- und Nachtfaltern. In klarer Gliederung zeigt die Autorin, die preisgekrönte Grafikdesignerin ist, die Entwicklung der Falter, die beim Ei beginnt. In der nächsten Lebensphase als Raupe gilt
es vor allem, viel zu fressen und zu wachsen, wobei Häutungen unerlässlich sind. Anschließend bilden Nachtfalter einen Kokon und Tagfalter eine Puppe, worin sie sich verwandeln und zum fertigen Falter werden. Zum Abschluss der Metamorphose befreien sich die Falter aus ihrer Umhüllung, pumpen Blut in ihre Flügel und können nach dem Trocknen sofort fliegen. Wie bei den Faltern gibt es auch bei den Raupen eine große Form- und Farbenvielfalt, wie sie auch hier in den für Kinder gestalteten Abbildungen zum Ausdruck kommt. Neben der ausführlichen Erörterung der Lebensphasen geht die Autorin auch auf die Ernährung, die Paarung, die Eiablage, den Schutz vor Fressfeinden, die Bedeutung für die Bestäubung von Blüten und den Schutz der schönen, aber teilweise gefährdeten Falter ein. Dem Werk merkt man deutlich bei der Auswahl der Schmetterlinge seinen nordamerikanischen Ursprung an, doch geht es hier weniger um die Vorstellung einzelner Arten als vielmehr um die Darstellung der Entwicklung und das ist der Autorin ausgezeichnet gelungen. Breit einsetzbar!
Michael Mücke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das Wunder eines Schmetterlings
Rachel Ignotofsky ; aus dem Englischen von Cornelia Panzacchi
magellan (2023)
[48] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 6