Jetzt erst recht!

Der Junge ohne Namen, der sich kurzerhand Kalle nennt, kommt in ein neues Kinderheim, um auch hier nach seinem Bruder zu suchen. Bisher hatte er zahllose Heime nach kürzester Zeit wieder verlassen. Aber im Kaff der guten Hoffnung, unterhalb des Gipfels Jetzt erst recht! des Gigantokatepetels, wird er länger bleiben, in Gesellschaft der unvermittelbaren Kinder. Derweil erpresst der bösartige Arg von Hinterlist den Bürgermeister Dr. Sesselfurz, um seine Erbansprüche auf den gesamten Ort durchzusetzen, und der verrückte Professor Gagga experimentiert im Fulminantolaboratorium... Diese und noch weitere Nebengeschichten sind gekennzeichnet von Brachialhumor und einer exponierten Stellung des allwissenden Erzählers. Dafür fehlt jede über die vordergründige, derbe Charakterisierung hinausgehende Motivation der Figuren sowie ein jeweils einigermaßen schlüssiges Ende der Erzählfäden. Stellenweise trifft das sicherlich den Humor von Grundschulkindern, insgesamt bleibt der Gesamteindruck aber unbefriedigend.

Annette Jantzen

Annette Jantzen

rezensiert für den Borromäusverein.

Jetzt erst recht!

Jetzt erst recht!

Kai Lüftner. Mit Bildern von Dominik Rupp
Fischer Sauerländer (2014)

Das Kaff der guten Hoffnung
203 S. : zahlr. Ill.
fest geb.

MedienNr.: 398593
ISBN 978-3-7373-5066-2
9783737350662
ca. 9,99 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 9
Systematik: K
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