Die allerkürzeste Gutenachtgeschichte der Welt
Die allerkürzeste Gutenachtgeschichte, die im Buchtitel angekündigt ist, besteht am Ende nur aus zehn (tatsächlich sind es elf) Wörtern und spielt in diesem ungewöhnlichen und ziemlich lustigen Bilderbuch mit seinen ulkigen tierischen Protagonisten
eigentlich keine Rolle. Denn bevor es ans Vorlesen gehen kann, müssen eine Menge Rituale vollzogen werden, die den Einschlafvorgang ganz schön in die Länge ziehen. Die Vorlesestimme muss geölt werden, dann wird sich gereckt und gestreckt, die kleinen Zuhörer kuscheln sich in die Kissen und sind dann trotzdem noch lange nicht bereit. Der lustige Text und die kunterbunten Illustrationen geben den erwachsenen Vorlesern und den kleinen Zuhörern dieser turbulenten Geschichte jede Menge Tipps, wie aus dem abendlichen Vorlesen ein gemeinsames und alle Beteiligten verbindendes Erlebnis werden kann. Erstaunlich, dass am Schluss tatsächlich alle eingeschlafen sind. Bis auf das kleine Eichhörnchen, das die ganze Aktion verschlafen hat und erst jetzt putzmunter wird. – Ob diese verrückte und ziemlich turbulente Geschichte mit den kunterbunten Bildern, auf denen es immer wieder neue witzige Details zu entdecken gibt, Kinder zur Ruhe bringen kann, bleibt abzuwarten. Zum Start ins tägliche Abendritual ist sie mit ihren fantasievollen Ideen für ein gelingendes Ausklingenlassen eines Tages aber gut geeignet.
Angelika Rockenbach
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die allerkürzeste Gutenachtgeschichte der Welt
Louise Fitzgerald & Illustrationen: Kate Hindley ; aus dem Englischen von Mathias Jeschke
Sauerländer (2023)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3