Kidstory
In 24 Kapiteln stellt die Autorin wichtige Schritte in der Entwicklung der Menschheit, Erfolge, aber auch schreckliche Plagen sowie Lebensgewohnheiten und Sitten vor. Festgemacht sind diese Punkte an Kinderschicksalen. Weiss Gabbay gibt selbst vor,
dass Kinder neugieriger und nicht so festgefahren wie Erwachsene seien, so dass so mancher Geistesblitz durchaus bei ihnen entstanden sein könnte. Die Bandbreite beginnt vor 1,5 Millionen Jahren mit den Urmenschen in Afrika, behandelt die großen Hochkulturen der Antike, ohne sich auf Europa zu beschränken. Besonders bemerkenswert, da in vielen Geschichtswerken ausgespart, sind die frühe chinesische Kultur, die Reiche Westafrikas oder das Reich der Inka vor dem Eintreffen der Spanier. Originell sind die drei Schlusskapitel. Hier können die jungen Leser selbst die Geschichte ihrer Großeltern, ihre eigene Gegenwart und eine Zukunftsvision eintragen – da müssen Büchereien allerdings aufpassen! – Statt trockener Fakten wählte die Autorin eine lebendige Geschichte mit Dialogen, aber auch guten Hinweisen auf Örtlichkeit und Zeitumstände. Jedes Kapitel wird durch eine Seite mit knappen Informationen abgeschlossen, was zeitgleich an anderen Orten der Welt passierte. Das hilft einerseits beim Einordnen in die Fakten, wie man sie vielleicht aus dem Schulunterricht kennt; anderseits stecken für den künftigen Geschichtsforscher Impulse darin, mehr über vergangene Zeiten zu entdecken.
Pauline Lindner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Kidstory
Tamar Weiss Gabbay ; mit Bildern von Shiraz Fuman ; aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer
Sauerländer (2024)
222 Seiten : zahlreiche Illustrationen (überwiegend farbig)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10