Of flame and fury
Auf der hochtechnisierten Insel Cendor zählen Phönixe zu den einheimischen Arten, die in Waldregionen mit hoher Luftfeuchtigkeit leben. Da gibt es den Blutphönix, den Karneolphönix, den Mantelphönix, den Monarchphönix, den Schleppphönix, den
Spinellphönix und den Zunderphönix. Ein beliebter Sport auf der Insel ist das gefährliche Phönixrennen mit gezähmten Tieren, bei dem auch die 17-jährige Zähmerin Kel und ihr Team unbedingt antreten wollen, um mit dem Preisgeld Schulden zu tilgen. Kels Phönix Savita aus der Gattung der Karneolphönixe ist schnell und wendig und hat damit gute Chancen. Als bei einem waghalsigen Rennen ihre Reiterin Oska zu Tode kommt, sind Kel und ihre Freundin Dira gezwungen, mit dem konkurrierenden „Rennstall Couper“ zusammenzuarbeiten. Besonders deren Reiter, der arrogante und selbstsüchtige Warren, ist ihnen zuwider. Als dann ein verlockendes Angebot des Tech-Unternehmens „Cristo Industries“ an die Crew herangetragen wird, muss sich das Team beweisen, denn das Unternehmen hat keine „weiße Weste“. – Die archaische, fantastische Phönixwelt in einer hochtechnisierten Gesellschaftsform macht den Reiz der Geschichte aus, die ihr Tempo aus den rasanten Phönixrennen bezieht und Spannung aus den geheimen Machenschaften des Tech-Unternehmens. Und natürlich kommt auch die Liebe mit einen „Haters-to-Lovers“ und „Fake-Dating“ Motiv nicht zu kurz. Ein gelungenes Debüt, ein zweiter Band erscheint im Herbst 2026. – Für Fans dieses Genres ab 14 Jahren gut lesbar.
Karin Steinfeld-Bartelt
rezensiert für den Borromäusverein.
Of flame and fury
Mikayla Bridge ; aus dem Englischen von Ulrike Köbele
Fischer Sauerländer (2025)
491 Seiten : Karte
kt.