Don't let the forest in

Nach den Sommerferien im heimischen Australien kehren Andrew und seine Zwillingsschwester Dove an ihr amerikanisches Internat, die Wickwood Academy, zurück. Der sehr introvertierte und labile Andrew stützt sich emotional auf seine Schwester. Doch Don't let the forest in die verhält sich vom ersten Tag an abweisend und zieht sich zurück. Andrew findet Halt bei seinem besten Freund Thomas, mit dem zusammen er schon seit Jahren düstere Kunstwerke erschafft. Andrew schreibt blutige Horrormärchen und Thomas zeichnet die Monster in großer Kunstfertigkeit. Als schrullige Außenseiter werden beide gemobbt, was Andrew nur noch labiler werden lässt. Dann gesteht Thomas seine Gefühle für Andrew, wodurch der asexuelle Junge in einen psychischen Ausnahmezustand stürzt und seine Monster buchstäblich zum Leben erwachen. – Der fantastisch geschriebene und mit düsteren Gestalten illustrierte Jugendroman gleicht einem Fiebertraum. Von der ersten Seite an herrscht eine bedrohliche Stimmung und man wird in Andrews Gedankenwelt gezogen, in der Traum und Wirklichkeit immer mehr verschwimmen. Es ist tragisch zu lesen, wie Andrew immer mehr abstürzt, bis hin zur Selbstverletzung, und bis auf zwei Mitschülerinnen und Thomas niemand versucht, ihm zu helfen. – Ein schaurig-schöner, tragischer Roman, der starke Nerven von den Lesenden einfordert und darum erst ab 16 Jahren geeignet ist.

Stefanie Simon

Stefanie Simon

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Don't let the forest in

Don't let the forest in

CG Drews ; aus dem Englischen von Britta Keil
Fischer Sauerländer (2025)

293 Seiten : Illustrationen
fest geb.

MedienNr.: 623254
ISBN 978-3-7373-7565-8
9783737375658
ca. 19,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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