Die Battenbergs
Die gesammelten Beiträge geben die Referate wieder, die von Experten der europäischen Adelsgeschichte während eines Kolloquiums auf Schloss Heiligenberg, dem Stammsitz der Battenbergs, gehalten wurden. So liegt hier keine durchgängige, chronologisch
abgefasste Familiengeschichte vor, sondern eine schwerpunktmäßig ausgewählte Darstellung einzelner Persönlichkeiten, an denen der spektakuläre Aufstieg dieses hessischen Adelsgeschlechts besonders gut abzulesen ist. Der handfeste Skandal am Anfang der Erfolgsgeschichte - die nicht standesgemäße Ehe des hessischen Prinzen Alexander mit Julie Hauke (1851) - führt letztlich dazu, dass Julie und die gemeinsamen Kinder Namen und Titel des erloschenen hessischen Adelsgeschlechts "von Battenberg" erhalten. Trotz der lange aufrechterhaltenen Diskriminierung durch den europäischen Hochadel, die erst durch Queen Victoria 1884/85 durchbrochen wird, gelingt der Familie durch geschickte Heiratspolitik der Aufbau eines weitverzweigten dynastischen Netzwerks, das zu außergewöhnlichen Karrieren führt. Angehörige der Battenbergs werden u.a. zu Generälen, Admiralen, Königen und Königinnen. Die Verbindungen umfassen beinahe den gesamten europäischen Kontinent - z.B. Deutschland, Schweden. Spanien, Griechenland, Bulgarien, Großbritannien einschließlich des Empire (1917 wird Battenberg zu Mountbatten; u.a. Philip Mountbatten, Herzog von Edinburgh) - und bestehen z.T. noch heute. - Für Leser/innen mit Interesse an Adelsfamilien.
Inge Hagen
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Battenbergs
hrsg. von Joachim Horn ...
Kramer (2019)
262 S. : zahlr. Ill. (z.T. farb.)
fest geb.