Wenn die Schatten sterben
Das Buch erzählt die Geschichte von zwei Frauen die zu verschiedenen Zeiten in Solothurn leben. Becky zieht nach dem Tod ihres Mannes mit ihrem achtjährigen Sohn Adrian in die Schweiz, um neu zu beginnen. Im Schloss ihrer Familie, in das sie einzieht,
wird bei Bauarbeiten eine weibliche Mumie entdeckt. Becky versucht das Rätsel der unbekannten Toten mithilfe von Fotos und Tagebüchern zu lösen und gerät dabei selbst in Lebensgefahr. Parallel wird die Geschichte von Emma erzählt, die im Zweiten Weltkrieg spielt. Eine Zeit, in der der Nationalsozialismus auch die Schweiz bedrohte, dort Waffen produziert wurden für Deutschland und der Antisemitismus blühte. Die Geschichte der beiden Frauen ist eng miteinander verwoben und findet eine überraschende Aufklärung am Ende des Buches. Das Buch ist durchgehend spannend geschrieben und wirft ein Licht auf die scheinbar so neutrale Schweiz im Zweiten Weltkrieg, die Ängste und Gefahren, die es damals dort gab. Ein Buch, das erwachsenen Leserinnen und Lesern ab 18 Jahren zu empfehlen ist, da einige Szenen, z.B. zwei Beinahe-Vergewaltigungen für jüngere Menschen verstörend sein können.
Corinna Wagner-Sorg
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Wenn die Schatten sterben
Christof Gasser
emons: (2021)
351 Seiten
kt.