Was ist los mit dir, Großer Bär?
Irgendetwas fühlt sich anders an. Kleiner Bär spürt, dass sein allerbester Freund Großer Bär verändert ist. Früher mutig, zeigt sich Großer Bär nun ängstlich. Früher immer zu Späßen aufgelegt, benimmt er sich jetzt manchmal unberechenbar.
Langsam versteht Kleiner Bär: Großer Bär hat ein traumatisches Erlebnis hinter sich – er ist nur knapp einem verheerenden Waldbrand entkommen. Alltägliche Dinge triggern nun Erinnerungen an das schreckliche Ereignis und lassen ihn brüllen, erstarren oder flüchten. Instinktiv tut Kleiner Bär das Richtige: Er kuschelt sich an seinen Freund, spiegelt seine Emotionen, wertet oder beschwichtigt nicht und bleibt stets an seiner Seite. – Das ansprechend illustrierte, therapeutische Bilderbuch thematisiert sensibel Freundschaft, Traumata und posttraumatische Belastungsstörungen. Durch die Geschichte fühlen sich junge Betroffene verstanden. Sie und ihre Angehörigen erhalten Unterstützung durch den empathischen Text. Im Nachwort erklärt eine kalifornische Familientherapeutin die Themen Trauma, PTBS sowie Kampf-, Flucht- und Erstarrungsreaktionen für erwachsene Leser. Für Büchereien oder Kinder mit entsprechendem Bedarf und einfühlsamer Begleitung ist dieses Buch sehr empfehlenswert.
Martina Mattes
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Was ist los mit dir, Großer Bär?
Joanna Rowland ; John Ledda ; aus dem Englischen übersetzt von Anna Taube
Loewe (2024)
[40] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5