Jener Tag
Akanes Vater ist Rakugoka. Auf traditionelle Weise erzählt er auf Kleinkunstbühnen mündlich überlieferte Geschichten und versucht durch Sprache und Mimik, das Publikum zu fesseln. Akane ist davon begeistert und himmelt ihren Vater an. Doch sein
Umfeld sieht in ihm einen Loser, der seiner Frau auf der Tasche liegt. So sind alle (bis auf Akane) erleichtert, als er durch die Hauptprüfung fällt und einen Job annehmen muss. Sechs Jahre später beobachtet ein junger Rakugoschüler, wie der Altmeister, der damals die Prüflinge durchfallen ließ, Akane in dieser anspruchsvollen Kunst unterrichtet. Und sie scheint Talent zu besitzen. Grafisch ist dieser Manga gelungen. Alle Protagonisten sind sehr differenziert gezeichnet. Besonders die Mimik der erzählten Figuren ist ausdrucksstark. Für Leser und Leserinnen, die sich für japanische Traditionen interessieren, sicher eine Überlegung wert.
Ursula Reich
rezensiert für den Borromäusverein.
Jener Tag
Story: Yuki Suenaga ; Zeichnungen: Takamasa Moue ; aus dem Japanischen von John Schmitt-Weigand
Loewe Verlag GmbH (2025)
Akane-Banashi ; 1
[unpaginiert]
kt.