Running up that Hill
Hayley Sharp war ein großer Kinderstar. Endlich hat sie nun mit einer neuen Serie Erfolg als männermordender Vamp Marissa. Es ist die Chance, aus der Ecke des niedlichen Kinderstars rauszukommen. Es gibt sogar eine 2. Staffel. Hier bekommt sie einen
neuen Co-Star zugeteilt: Wyatt, der ihren Partner Damon spielen soll. Damon soll Marissas Willen brechen und Marissa zeigen, wer das Sagen in der Beziehung hat, à la Mr. Grey aus Shades of Grey. Als Hayley und Wyatt sich kennenlernen, ist gleich eine Verbindung zwischen ihnen spürbar. Doch Hayley hält alle auf Abstand, wurde sie doch schon zu oft enttäuscht. Doch Wyatt, der ganz anders als Damon ist, gibt nicht auf. Nach und nach nähern sich die beiden an und Wyatt dringt durch die Mauer, die Hayley um sich errichtet hat. Hauptsächlich geht es um die Beziehung von Wyatt und Hayley. Doch nebenbei werden noch andere Probleme angesprochen: Wyatt ist bisexuell. Ihm wird dringend geraten, dies auf keinen Fall in Hollywood kundzutun. Wyatts Schwester ist ein Transgender und hat eine Geschlechtsumwandlung durchführen lassen. Über ihre Probleme chattet sie jeden Tag mit ihrem Bruder. Außerdem sind Wyatts Eltern geschieden, was besonders seinem Vater und den Geschwistern zu schaffen macht. Hayley hat derweil mit den Produzenten zu kämpfen. Ohne sexuelle Gegenleistung schafft man es in Hollywood wohl kaum, eine Rolle zu ergattern. Das Buch ist flüssig zu lesen und man spürt beim Lesen die erotischen Schwingungen auf jeder Seite. Die Charaktere sind sympathisch, auch wenn Hayley anfangs etwas kratzbürstig daherkommt. Mit der Zeit lernt man sie näher kennen und verstehen. Wyatt schließt einfach jeder sofort ins Herz. Er ist nicht nur von außen schön, sondern auch von innen. Ein gelungener Auftakt einer tollen Serie. Man sollte beim Lesen schon im Hinterkopf haben, dass es sich um ein Young-Adult-Buch handelt. Für alle Büchereien, vor allem Young-Adult-Fans sehr zu empfehlen.
Melanie Bremer
rezensiert für den Borromäusverein.
Running up that Hill
Nicole Böhm
reverie (2024)
395 Seiten
kt.