Deckel drauf und aufbewahrt
Bei Blaubeeren und Schokokeksen funktioniert es, dass ihr Geschmack bleibt, wenn man sie in Dosen oder Gläsern aufbewahrt. Diese Erfahrung überträgt Frida auf andere Dinge, die ihr wichtig sind: Vom Kuscheltier über Süßigkeiten bis zu den roten
Lieblingsturnschuhen. Doch selbst ihren besten Freund, der wegziehen sollte, packt sie in ein Einmachglas. Eine Melodie, ein Regenbogen und die Sterne folgen, bis Frida alles, was sie liebhat, in zig Gläser gepackt hat. Bis auf die geliebte Oma. Danach ist alles still und Frida spürt, dass etwas ganz Wichtiges fehlt. So lernt sie, dass Erinnerungen bleiben, auch wenn man eine Person oder einen geschätzten Gegenstand nicht in ein Glas sperrt. - Die Autorin und Illustratorin schildert zuerst ausführlich, dass Marmeladekochen die Früchte aufbewahrt, zeigt dann eine sinnvolle Weiterentwicklung (Kekse) auf, um dann die Absurdität physischen Aufbewahrens von Erlebnissen und Erfahrungen in pfiffige Bilder umzusetzen. Das Buch endet versöhnlich, indem Oma beim letzten Blaubeermarmeladeglas verspricht, im nächsten Sommer wieder neue zu kochen.
Pauline Lindner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Deckel drauf und aufbewahrt
Vera Brosgol ; Übersetzung aus dem Englischen von Anna Taube
Edition Michael Fischer (2022)
[56] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3