Freddy und der Redenwurm
„Hmmmm!“, sagt Papa oder klackert am Computer, wenn Freddy ihm was erzählen will. Papa hört nicht zu. Ein Papagei zum Geburtstag, das wünscht er sich. Der Papagei hört ihm zu und er dem Papagei. Die perfekte Lösung wäre das für Freddy. Auch
bei Oma und Opa findet er keine Zuhörer für seinen Papageienwunsch. Freddy versteht die Erwachsenen nicht, dabei gibt es doch so viel zu erzählen. Und dann ist dort im Rasen plötzlich ein regenbogenfarbiger Wurm, der sprechen kann: der Redenwurm. Dieser vorwitzige kleine Wurm versteht Freddys Kummer sehr gut. Auch er leidet unter der Stille des Schweigens. Freddy und der Redenwurm haben jetzt eine tolle Zeit zusammen. Oma hat einen bunten Papageienkuchen gebacken und demnach doch gut zugehört. Sie erzählt ihm eine Geschichte, wie die Papageien entstanden sind, und das hat viel mit dem Papageienkuchen zu tun. In einem Einweckglas wohnt nun der farbige kleine Plapper-Redenwurm und sorgt für gute Stimmung in Freddys Welt. – Ein knallbuntes Bilderbuch mit wechselndem Seitenlayout nimmt schon Kinder ab vier Jahren mit in eine Fantasiewelt, in der sie sich gut auskennen. Sprechblasen und Blocktexte wechseln sich auf farbigem Hintergrund ab. Der quietschfidele Redenwurm besticht durch witzige Rede und humorvolle Mimik. Am Ende des Buches fordert das Rezept für einen Papageienkuchen zum Backen auf, denn man weiß ja nie, was dieser Kuchen alles vermag. – Eine Geschichte, die Erwachsene zum nachdenklichen Schmunzeln bringt und Kindern eine Stimme gibt.
Manuela Hantschel
rezensiert für den Borromäusverein.
Freddy und der Redenwurm
Judith Merchant ; illustriert von Trixy Royeck
Edition Michael Fischer (2024)
[56] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4