Hanni hat Nikoläuse

Immer wieder geschieht es, dass jüngere Kinder von Kopfläusen befallen werden, auch bei Hanni ist das der Fall. Ungewöhnlich aber ist, wie die Mutter damit umgeht; sie erzählt dem Mädchen, dass Nikoläuse in ihrem Haar wohnen! Davon ist das Kind Hanni hat Nikoläuse nicht begeistert, doch da die Mutter kein "Nikoläusisch" spricht, kann man sie nicht zum Weggehen auffordern. Die Mutter bleibt konsequent im Bild und alle spielen mit - der Arzt spricht Nikoläusisch, schreibt aber dennoch einen "Brief" an die Apothekerin, die sich auf renitente Nikoläuse versteht. Hanni ist schließlich so begeistert, dass die Mutter erneut einen Trick anwenden muss, um die Nikoläuse nachhaltig "verabschieden" zu können. Es ist einfach wunderbar, wie es diese Erwachsenen verstehen, das magische Denken eines Kindes zu nutzen und es in der unangenehmen Situation durchgehend bei positiver Stimmung zu halten - das ist auf sehr viele Situationen im Alltag mit Kindern anwendbar. Nicht das Versprechen von Belohnungen, sondern das Eintauchen in das kindliche Denken ist der richtige Weg. Die bunten und sehr lebendig illustrierten Szenebilder begleiten das Geschehen; darüber hinaus sind viele winzige und witzige Details zu beobachten - in erster Linie sind hier die munteren kleinen "Nikoläuse" mit ihrem Eigenleben zu nennen, aber auch der kaum erkennbare Lolli in der fleischfressenden Pflanze kann hier erwähnt werden, kurz ein Augenschmaus und ein großes Vergnügen! Allen Beständen wärmstens empfohlen!

Birgit Karnbach

Birgit Karnbach

rezensiert für den Borromäusverein.

Hanni hat Nikoläuse

Hanni hat Nikoläuse

Judith Merchant ; Trixy Royeck
Edition Michael Fischer (2021)

[32] Seiten : farbig
fest geb.

MedienNr.: 607729
ISBN 978-3-7459-0715-5
9783745907155
ca. 13,99 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 4
Systematik: KK
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