Tanzende Spiegel

Die Ich-Erzählerin dieses Romans lebt in England und arbeitet als Psychotherapeutin. Zwei Jahre nach dem Tod ihres Mannes beginnt sie, sich mit dem Leben ihrer Mutter auseinanderzusetzen. Diese zog in der Nachkriegszeit nach Wiesbaden. Das Frauenbild Tanzende Spiegel hatte sich verändert, sie war auf der Suche nach Selbstbestimmung und hungrig nach Leben. Zwar verlobt, begann sie eine Affaire mit ihrem damaligen Chef, die nicht ohne Folgen blieb. Parallel dazu fühlt sich die Ich-Erzählerin stark zu einer Patientin hingezogen. Die Leben vermischen sich. - Die spannende Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und der Suche nach sich selbst wird auf zwei Erzählebenen geschildert. Da ist einmal die autofiktionale Geschichte der Mutter, die durch kursiv gesetzte Textpassagen unterbrochen wird, in denen die Ich-Erzählerin aus ihrem Leben berichtet. Das alles wird immer wieder stark reflektierend, mit Blick auf die Geschichte und die Stellung der Frau in der Gesellschaft erzählt. – Ein sehr beeindruckendes Debüt.

Tina Schröder

Tina Schröder

rezensiert für den Borromäusverein.

Tanzende Spiegel

Tanzende Spiegel

Annette Byford
ARS VIVENDI (2025)

231 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 623640
ISBN 978-3-7472-0710-9
9783747207109
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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