1000 und ich
8 ist eine Androidin, die in immer gleichen Trainingsabläufen für den Dienst unter Menschen vorbereitet wird. Doch 8 ist anders. Sie hat ein Bewusstsein. Sie spürt, dass sie anders ist, und sie will aus ihrer monotonen Welt ausbrechen. Eines Tages
trifft sie auf 1000, eine andere bewusste Androidin, die ihre Gefühle und Träume teilt. 8 weiß, dass 1000 und sie zusammengehören, doch wenn sie entdeckt werden, droht die Annullierung. Die beiden versuchen zu fliehen, werden aber gestellt. 1000 verschwindet spurlos und 8 muss um ihr Leben kämpfen. Erst als sie eine drohende Annullierung durch einen eigenen Systemhack verhindern kann, erwacht sie in der wirklichen Welt unter Menschen. Und obwohl ein Wissenschaftler ihr erklärt, dass 1000 nur eine andere Definition von 8 ist, ist die Androidin von der Existenz ihrer Freundin überzeugt. Für 8 wird 1000 Wirklichkeit und die beiden können endlich zusammen fliehen. – Dieser durchaus kurze Roman erzählt in beeindruckenden Worten von der Bedeutung und Kraft von Individualität gegenüber Homogenität. Davon, dass jedes Leben, egal in welcher Form, einzigartig und schützenswert ist und dass die Suche nach dem Seelenverwandten jede Grenze überwinden kann. Eine tolle, bewegende Geschichte, die sehr gut in unsere technikaffine Zeit passt, in der Leben und Bewusstsein einer neuen Definition bedürfen.
Stefanie Simon
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
1000 und ich
Yorick Goldewijk ; aus dem Niederländischen von Sonja Fiedler-Tresp
dragonfly (2025)
155 Seiten
kt.