Memphis
Vor ihrem gewalttätigen Ehemann flieht Miriam mit ihren beiden Töchtern Joan und Mya zu ihrer Halbschwester August nach Memphis, die dort mit Sohn Derek im gemeinsamen Elternhaus wohnt. August betreibt einen kleinen Friseursalon, das Einkommen reicht
gerade so für sie und Derek. Wie soll sie nun drei weitere Mäuler stopfen? Miriam beschließt, eine Ausbildung als Krankenschwester zu beginnen, und arbeitet nebenher in der Bücherei, um etwas zum Familieneinkommen beizusteuern. Das Leben wäre eigentlich perfekt, wenn nicht ein düsteres Geheimnis auf der Familie lasten würde, das nur langsam ans Licht kommt und das Leben von Joan auf den Kopf stellt. In Einzelepisoden stellt die Autorin das Leben von Großmutter Hazel, ihren beiden Töchtern und den beiden Enkelinnen dar, die seit jeher unter Rassismus und, mit Ausnahme von Hazel, gewalttätigen Männern zu leiden hatten. Wird es der jungen Generation gelingen, dieses Muster zu durchbrechen? Wirklichkeitsnah und fesselnd, daher breit empfohlen.
Martina Häusler
rezensiert für den Borromäusverein.
Memphis
Tara M. Stringfellow ; aus dem amerikanischen Englisch von Marion Kraft
Ecco (2023)
334 Seiten
fest geb.