Mission in the apocalypse
Außerirdische haben die Menschheit durch Miasmen getötet. Die Krankheit, Kristallose, ist hoch ansteckend, immer tödlich und lässt aus den Sterbenden Kristalle wachsen. Durch verlassene, düstere Trümmerlandschaften wandert Fräulein Ushimitsu
mit einem kleinen Wesen. Sie sucht nach Überlebenden, findet jedoch nur Tote. Diese kremiert und bestattet sie. Auf ihren Wanderungen trifft sie in einem Kino einen Roboter, in den der sterbende Filmvorführer seine Persönlichkeit kopiert hat. In einem Schutzbunker findet sie die Leichen auserwählter Menschen, die sich gegenseitig getötet haben. Als sie endlich einen Überlebenden trifft und mit ihm ins Gespräch kommt, wird deutlich, dass Ushimitsu ein künstlich erschaffener, unsterblicher Mensch ist. – Diese düstere Dystopie wird durch die differenzierten Grautöne hervorragend unterstützt. Stille und Einsamkeit sind überdeutlich und vermitteln einen Sog, der den Lesenden unmittelbar in die Story zieht. Für Fans dieses Genres empfehlenswert.
Ursula Reich
rezensiert für den Borromäusverein.
Mission in the apocalypse
Haruo Iwamune ; aus dem Japanischen von Gandalf Bartholomäus
Egmont Manga (2025)
The color of the end ; 1
223 Seiten
kt.