Holly und das Hollygramm
Mit großer Schwester, die sprichwörtlich alles kann, und Eltern, die irgendwie davon ausgehen, dass auch die jüngere Tochter durch großes Talent überzeugt, hat es Holly nicht leicht. Sie ist "nur" vollkommen normal. Sie hängt gerne mit ihren
Freundinnen im Park ab, snackt etwas und hat drei Schnecken als Haustiere. Und: sie weiß nicht, was sie zu einem Jungen, den sie irgendwie ganz gut findet, sinnvoll Lässiges sagen könnte. Mit dem zufälligen Herunterladen einer App namens Holy 2.0 ändert sich jedoch fast alles. Mit Holy steigt vor Holly ein Hologramm auf, das aussieht wie sie, und mittels eines alten Spielecontrollers kann sie ihre Doppelgängerin sogar steuern und sie Dinge sagen lassen. Erst ist sie begeistert und klärt die Umgebung nicht darüber auf, dass das gar nicht sie ist, die da plötzlich so selbstbewusst cool durch die Welt spaziert und mit lustigen Dancemoves auffällt. Kein Wunder, denn als ein Film davon schnell viral geht, ist Holly plötzlich ein Star an ihrer Schule. Dann macht sich Holy 2.0 allerdings selbstständig und Holly kann sie nicht mehr steuern. Weder ihre Bewegung noch ihre Äußerungen … – Ein unterhaltsames Abenteuer um Freundschaft, Coolness, Social Media und kommerzielle Interessen. Spannend und lustig erzählt.
Anna Winkler-Benders
rezensiert für den Borromäusverein.
Holly und das Hollygramm
Ariane Grundies ; mit Illustrationen von Regina Kehn
Rotfuchs (2025)
188 Seiten : Illustrationen
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9