Der Weg des ewigen Winters
Im Jahr 1007 sind weite Teile Nord- und Mitteleuropas in einem ewigen Winter versunken, der immer weiter in den Mittelmeerraum vordringt. Einstmals florierende Handelswege sind zusammengebrochen und das prosperierende christliche Reich steht am Abgrund,
denn mit dem Winter kehrt auch der Glaube an die alten Götter und mystischen Wesen zurück. Der glücklose Barde Orpheus wird von seiner Schwester in Konstantinopel um Hilfe gebeten. Sie ist mit ihrer Tochter Halla auf der Flucht vor den Häschern verschiedener Fürsten, die sich Hallas magischer Kräfte bedienen wollen, um den Winter zu brechen. Er kann sich und Halla mit knapper Not und der Hilfe eines sprechenden Fuchses aus der Stadt retten und begibt sich auf eine Odyssee durch das einstige Weltreich, um Halla sicher nach Rom zu bringen. – Der 1. Teil dieses imposanten Fantasy-Epos ist eine gekonnte Mischung aus antiken Sagen, nordischen Mythen und märchenhaften Gestalten, die der Autor in den mittelalterlichen Mittelmeerraum verlegt. Was auf den ersten Blick vielleicht eine wilde Stil-Mischung ist, baut sich Schritt-für-Schritt zu einer mitreißenden Fantasy auf, der man gebannt folgt. Eine tolle neue Idee, die aus der Vielfalt der Fantasy-Romane heraussticht.
Stefanie Simon
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der Weg des ewigen Winters
Niilo Sevänen ; Übersetzung aus dem Finnischen von Gabriele Schrey-Vasara
Lübbe (2025)
444 Seiten : Illustrationen, Karte
fest geb.