Der letzte Zauberlehrling
Der junge Zauberlehrling Humbert wird von seinem alten Lehrmeister Gordius nach Paris geschickt. Hier soll er sich einen neuen Meister suchen, der seine Ausbildung weiterführen soll. Doch bald erfährt der Nachwuchszauberer, dass keine Zauberer mehr
ausgebildet werden, denn der durchtriebene Geschäftsmann Pompignac hat fast alle Zaubersprüche aufgekauft. Humbert hat dennoch Glück. Er findet in dem mürrischen Prometheus den letzten Zauberer, der ihn sein Handwerk lehren will. Nach einigen Wochen harter Ausbildung beobachtet Humbert, wie in Paris Läden aus dem Boden sprießen, in denen Pompignac erfolgreich Zaubersprüche auch an jene verkauft, die die Zauberei nicht gelernt haben. Bald herrschen chaotische Zustände. Pompignac bringt Polizei und Politiker auf seine Seite und konstruiert einen Spitzelapparat, mit dem auch Humbert und seine Freunde leidvolle Erfahrungen machen. Humbert findet zudem heraus, dass Pompignac einen Überzauber erschaffen will, um sämtliche Zauberer und Zaubersprüche zu kontrollieren und um die Welt zu beherrschen. Dazu will er die Dimensionsschranke durchbrechen, Dämonen auf die Erde holen und sich mit diesen verbünden. Humbert kämpft mit seinen mutigen Freunden an der Seite von Prometheus gegen Pompignac und dessen finstere Gesellen und wächst über sich hinaus. - Der Roman spielt im Paris den 19. Jahrhunderts und zeigt deutlich, wohin das Machtstreben eines Einzelnen führen kann. Ein spannender und mitreißender Roman. Sehr empfehlenswert.
Birgit Fromme
rezensiert für den Borromäusverein.
Der letzte Zauberlehrling
Gerd Ruebenstrunk
Ars-Ed. (2012)
440 S. : Ill.
fest geb.